Neues über die alten Kennzeichen

Wie ich bereits im meinem Artikel “Gibt es bald wieder alte KFZ-Kennzeichen?” berichtete, wurde in einer Verkehrsministerkonferenz zu diesem Thema ein Entschluss gefasst. Die Länder Sachsen, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern hatten eine Initative zur Einführung der alten Kennzeichen gestartet und in der Konferenz wurde dem nun zugestimmt. Damit ist es wieder möglich alte Kennzeichen zu verwenden, sobald der Bund die Fahrzeug-Zulassungsverordnung entsprechend geändert hat. Das letzte Wort haben in der Sache jedoch die Landkreise, denn diese müssen das ganze dann auch umsetzten. Die Begeisterung wird sich dort jedoch in Grenzen halten, schließlich bedeutet das mehr Bürokratie und Kosten. Mal sehen, wie das ganze ausgeht…

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Kommt die PKW-Maut?

Am Montag, den 18.04.2011, war in der Bildzeitung zu lesen, dass das Bundesverkehrsministerium verschiedene Modelle zur PKW-Maut berechnen ließ. Es wurden mit Preisen von 80 Euro bis zu 365 Euro pro Jahr gerechnet. Ich glaube ja, dass dies nur eine Frage der Zeit und des Haushalts ist… und da wir ja immer kräftig unsere Schulden aufstocken, wird diese Frage sicherlich irgendwann wieder aufschlagen, also spätestens nach der aktuellen Legislaturperiode. Würden die KFZ-Steuer und die Mineralölsteuer nur für den eigentlichen Zweck verwendet, müßte eigentlich genügend Geld da sein…  laut Bild gibt es erstmal keine PKW-Maut. Und das ist gut so, denn wir Autofahrer zahlen schon genug!

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Nein, E10 tanke ich nicht…

Da bin ich neulich an einer Tankstelle in ein Gespräch verwickelt worden mit einem sehr pflegebewußten Autofahrer. Auf meine Frage, warum er denn kein E10, sondern das teurere Super plus tankt, bekam ich die Antwort, man könne nicht sicher sein, dass durch den neuen Sprit eventuell der Motor beschädigt werden könnte. Möglicherweise liegt es auch einfach an der Angst vor etwas unbekanntem – ein ganz natürliche menschlich Angst. Hätten die Ölmultis und Autohersteller ihre Hausaufgaben gemacht, dann wäre die Aufklärung nicht still und heimlich erfolgt. Der Gipfel der Frechkeit ist ganz klar, dass bei machen Tankstellen angeblich das herkömmliche Super (E5) ausverkauft ist. Der ADAC machte es richtig. Er erstattete Anzeige. Ich bin gespannt.

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Wunderbatterie besteht Materialprüfung

Vielleicht erinnert sich der ein oder andere noch an die Rekordfahrt des Autos von DBM Energy. Damals fuhr das Auto von München nach Berlin mit nur einer Akkufüllung – Rekord! Leider verbrannte das Auto und dann wurde es ruhig um die Wunderbatterie.

Diese neuartige Akku mit Lithium-Technologie auf Polymer-Basis, auch unter dem Kosenamen Kolibri-Akku bekannt, bestand nun eine Prüfung der BAM Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung. In der Pressemitteilung von DBM Energy ist zu lesen, dass die Zellen sich nicht über 170 Grad Celsius erwärmt haben. Hinfassen würde ich bei den Temperaturen nicht :-) .

Die getestete Batterie hatte eine geringere Kapazität (62,928 kWh), als bei der Rekordfahrt im Oktober 2010 (98,8 kWh) und ist dadurch zu erklären, dass eine Reichweite von ca. 300km mit einer Akkuladung angestrebt ist.

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Gibt es bald wieder alte KFZ-Kennzeichen?

Ich habe gerade einen interessanten Artikel bei T-Online gelesen. Die Verkehrsminister von Bund und Ländern beraten am 6. und 7. April in Potsdam über die Wiedereinführung alter Kfz-Kennzeichen. Einen ähnlichen Artikel gibt’s auch bei N-TV. Bei einer Straßenbefragung in 80 deutschen Städten habe der Heilbronner Volkswirtschafts-Professors Ralf Bochert eine Zustimmung von 73 Prozent zu dem Vorhaben festgestellt. Ich finde ja, dass es wir hier ruhig etwas liberaler sein könnten. Die Briten sind uns da ja schon weiter. Für die teuerste Autonummer Großbritanniens hat ein gut betuchter Formel-1-Fan umgerechnet nahezu 600.000 Euro hingelegt. Das Kennzeichen lautete schlicht und einfach F1. Der Mann ist natürlich ein Formel 1 Fan :-)

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Wie wirkt sich die Katastrophe in Japan auf die Automobilindustrie aus?

Das furchtbare Erdbeben, der Zunami und die Probleme mit dem Atomkraftwerk Fukushima haben natürlich auch Auswirkung auf die gesamte Industrie in Japan. Toyota, Nissan und Suzuki bauen einen Großteil der Autos auch im Ausland und befürchten keine Lieferengpässe innerhalb Europas. Jedoch geht man davon aus, dass die Automobilindustrie in Japan vermutlich um Jahre zurückgeworfen wird. Die Werke sind teilweise beschädigt und Toyota, Honda, Nissan und Mitsubishi mussten die Produktion vorübergehend einstellen. Auto, Motor und Sport erwähnen auch noch weitere Hersteller, die von der Katastrophe betroffen seien.

Update:

Nun haben wir auch Auswirkungen auf die deutschen Autobauer. Laut Focus habe Opel angekündigt am Montag und Dienstag im Werk Eisenach zwei Schichten ausfallen zu lassen. Grund seien fehlende Elektronikbauteil, die in Japan produziert werden.

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Wie wird Ethanol hergestellt?

Zuerst wird eine ausreichend große Anbaufläche benötigt. Anschließend muß eine geeignete Pflanze ausgewählt werden. In den USA wird Bio-Ethanol zum größten Teil aus Mais, in Brasilien aus Zuckerrohr und in Deutschland vorwiegend aus Getreide und Zuckerrüben hergestellt. Auch Kartoffeln sind möglich. Nehmen wir mal Zuckerrüben. Die Pflanze selbst braucht natürlich einen geeigneten Boden. Am Besten wäre ein Lehm oder ein Lössboden. Sobald wir das haben brauchen wir noch ein Gerätschaften z. B. ein Class Xerion 5000 mit einem passenden Einzelkornsägerät. Die Aussaat können wir Mitte März bis Anfang Mai vornehmen. Wenn wir unsere Pflanzchen schön gedüngt und gegossen und vor Ungeziefer wie z. B. Fadenwürmer geschützt haben, dann können wir die Rüben ab Mitte September bis Mitte November ernten. Dazu kaufen wir uns noch schnell einen Grimme Rexor 620 Zuckerrübenvollernter. Damit geht die Ernte richtig schnell.

Nun können wir mit der Biomasse-Produktion beginnen. Im Prinzip brauchen wir nur die Anlieferung in unsere Zuckerrübenfabrik. Dort können wir die Rüben waschen, schneiden und den Rohsaft extrahieren. Die Glucose in den Rüben muß in ein für Hefen fermentierbares Substrat umgewandelt werden. In anderen Worte: Wir brauchen ein paar Gärbottiche in denen durch alkoholische Gärung das Zuckermolekül in Ethanol und
Kohlendioxid aufgespaltet wird. Dazu wird das Gebräu mit Bierhefen versetzt. Jetzt wirds etwas komplizierter… als erstes die Destillation, also die Trennung vom Alkohol vom restlichen Saft, dann die Rektifikation und Dehydrierung, damit wir beinahme 100% Alkohol haben. Wenn wir alles richtig gemacht haben können wir aus einem Hektar Zuckerrüben cirka 7000 Liter Bioethanol brauen…

Für genauere (und ernsthaftere) Informationen bitte die Seite des BISZ (Kuratorium für Versuchswesen und Beratung im Zuckerrübenanbau) besuchen. Auf dieser Seite gibt es auch Hilfestellung für die Sortenauswahl und einen Deckungsbeitragsrechner.

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Was ist eigentlich E10?

Heute hat mich jemand gefragt, für was das E in E10 eigentlich steht. Das E steht für Ethanol. Ethanol ist eine farblose, leicht entzündliche Flüssigkeit – im Volksmund auch Alkohol genannt. Die 10 steht für 10%. Dem Treibstoff wird also 10% Ethanol beigemischt. Es handelt sich dabei um Bioethanol und das heißt, dass dies aus Pflanzen gewonnen wird. Einige Autos vertragen den neuen Sprit nicht und genau aus diesem Grund sind die Verbraucher unsicher, ob Sie den Treibstoff tanken sollen oder nicht. Wer zufällig einen Porsche 911 Carrera (vor August 1997) besitzt hat Pech gehabt. Der verträgt das nicht. Na gut, wer einen Porsche hat, wird wohl nicht so sehr auf die Spritpreise schauen müssen…

Im ARD Deutschlandtrend wurde ermittelt, dass 61% der Deutschen gegen den neuen Biotreibstoff sind. Ob das Alternativ-Benzin wirklich so Bio ist und der Umwelt hilft ist fragwürdig. In Deutschland wird Bio-Ethanol aus Getreide oder Zuckerrüben hergestellt. In die CO2-Bilanz muß dann natürlich der Anbau berücksichtigt werden.

Der Umwelt Guru El Goro habe seine Einstellung bezüglich des Ethanols überdenkt. Vom Befürworter zum Kritiker: “Ethanol der ersten Generation war ein Fehler”, sagte er auf einer Energiekonferenz in Athen im November 2010. Er meinte damit u. a. das Verhältnis der Energieumwandlung, die nach seiner Einschätzung eher gering sei. Im Bayrischen Fernsehen gibt es eine 30-minütiges Video, welches sich mit diesem Thema beschäftigt.

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Der Otto-Motor ist gar kein Otto-Motor

Die Geschichte des Automobils beginnt für mache schon bei der Erfindung des Rades. Das Rad selbst wurde von verschiedenen Kulturen erfunden. Meiner Meinung nach war die Erfindung des Rades ein Ereignis, das nicht verhindert werden konnte. Das ist aber nicht das Thema. Ich möchte hier bei Nikolaus August Otto beginnen. Der Herr Otto wurde 1832 in Holzhausen an der Heide geboren. Holzhausen ist eine Gemeinde in Rheinland-Pfalz (in Deutschland). Bemerkenswert ist, dass er sein Wissen im Selbststudium angeeignet hat, denn Otto absolvierte nie ein Studium (er war Kaufmann) und war Sohn eines Bauern. Bereits 1862, also im Alter von ca. 30 Jahren, soll er mit Experimenten mit Viertaktmotoren begonnen haben. Mit seiner Frau Anna Gossi hatte er übrigens sieben Kinder.

Bei seinen Experimenten orientierte sich Otto an den Arbeiten des Franzosen Jean Joseph Étienne Lenoir. Lenoir war nur 10 Jahre älter als Otto und entwickelte 1859 den ersten brauchbaren verdichtungslosen Zweitakt-Gasmotor, dessen Antrieb direkt auf die Kurbelwelle wirkte. Unabhängig von Otto hatte Christian Reithmann, ein Uhrenmacher aus Österreich, ebenfalls einen Viertaktmotoren hergestellt – und zwar ganze drei Jahre vorher. Es kam zu einem Patentstreit und letztendlich gewann Otto. Es war ein erkaufter Sieg. Reithmann litt wohl unter Geldmangel und nahm ein Angebot in Höhe von 25.000 Goldmark und eine Rente auf Lebenszeit an. Eigentlich schade für ihn, denn damit hat er sich quasi aus den Geschichtsbüchern ausgetragen…

Quellen
http://de.wikipedia.org/wiki/Nikolaus_August_Otto, Stand: 26.02.2011
http://de.wikipedia.org/wiki/Autodidakt, Stand: 26.02.2011
http://de.wikipedia.org/wiki/Automobil, Stand: 26.02.2011
http://de.wikipedia.org/wiki/Eugen_Langen, Stand: 26.02.2011
http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%89tienne_Lenoir, Stand: 27.02.2011
http://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Reithmann, Stand: 27.02.2011

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E10 Chaos

E10 ist der Renner… zumindest bei der Suchmaschine Google. Aber das ist ja verständlich. Den kaum ein Autofahrer ist sich sicher, ob er den neuen Kraftstoff tanken kann. Deswegen sieht es mit der Nachfrage bei den Tankstellen ganz anders aus…

Suchanfragen e10 bei Google

Quelle: Google Trends

Wer in den letzten Tagen auf die Preisaushänge der Tankstellen blickte, dem kann gut und gern das Wort “Abzocke” in den Sinn kommen. Wo der neue Super-Kraftstoff E10 bereits zu haben ist, wird er zum Preis des klassischen Super verkauft. Der alte Super-Kraftstoff muß zum Glück weiter im Sortiment bleiben. Das ist in der zehnte Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes geregelt. Jedoch wird dieser plötzlich um einige Cent teurer (Steigerungen ab ca. 8 Cent). Peter Meyer vom ADAC kommentiert das treffend: “Ein Schlag ins Gesicht jeder Autofahrer, die auf E5-Kraftstoff angewiesen sind”.

Ob der neue E10-Treibstoff auch wirklich der Umwelt zugunte kommt, ist für uns Endverbraucher nicht klar. Im aktuellen ADAC Magazin “Motorwelt” steht beispielsweise: “… Für den ADAC steht fest: Biosprit ist gut, solange er ökologisch verträglich erzeugt wird und solange seine Produktion die Nahrungsmittelherstellung nicht gefährdet.”. Aber wer garantiert das? BP? Der Spiegel drückt das in ihrem Artikel “Die Mär vom Prima-Klima-Sprit” eindeutig aus. Der Sprit schadet eher der Umwelt. Regenwälder werden deswegen abgeholzt. Also mein Entschluss steht fest. Solange der Bio-Sprit nicht eindeutig Bio ist und nicht billiger wird, kommt das nicht in meinen Tank!

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